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Mittwoch, 17. August 2016

Linksammlung Textprüfung

Hallo zusammen!

Die Rechtschreibprüfung der Standardsoftware ist toll! Wie oft ich ohne diese Hilfe seitenweise Mist produzieren will ich garnicht wissen. A-Bär:
Es gibt ja nochmehr Zeugs, was man versemmeln kann... Dazu gibt es im Internet nette kleine Helferlein, die Füllwörter markieren, Phrasen killen, superlange Sätze finden, zuviele Substantive anmarkern, etc.
Natürlich kann das doof sein, weil man den Satz mit Absicht über sieben Seiten konstruiert hat, ein ständiges "und dann" als Stilmittel liebt oder eben ähm halt ziemlich gerne viele blumige Füllwörter nutzt. Aber mal kucken, was die Algorithmen bemeckern, kann man durchaus - finde ich ;-)

Also, hier nun meine Lieblingsseiten. Alle haben gemeinsam, dass man seinen Text online reinkopiert und das Ergebnis zurückgespielt bekommt. Sehr praktisch, da man außer Internet nichts braucht.

Platz 3:
Füllwörter zählen und markieren lassen, auch eigene Füllwörter kann man dazuschreiben (kann auch längere Texte verarbeiten, setzt die Wörter in Klammern, also besser nicht wild hin- und herkopieren):
http://www.letter-factory.com/elektorat.php

Platz 2:
Füllwörter zählen und in einer Farbe der Wahl markieren lassen (kann auch längere Texte verarbeiten):
http://www.lemontree.de/schreibschule/FuellWort/Counter.htm

Platz 1:
Mein Lieblingstool :-) Dieses Tool kann einiges mehr als die anderen beiden. Gedacht ist es für journalistische Texte. Wenn ein Fehler angezeigt wird, einfach mit weniger Inputtext versuchen.
Neben Füllwörtern gibt es auch Info über die Qualität des Textes ... mein Probetext bekam ein "Ihr Text ist zu banal. (Index: 73)"
Außerdem alles, was so schlechter Stil ist laut Lehrbüchern: (zu) lange Sätze, Passivsätze, die Zeitform Perfekt, Unpersönliche Sprache, Modalverben, Abkürzungen, (zu) lange Wörter, Füllwörter, Phrasen und Nominalstil.
http://wortliga.de/textanalyse/

wem die Programme noch nicht reichen: eine größere Auswahl bietet
http://www.webquests.ch/textanalyseonline.html?page=111838

Und denkt dran: Füllwörter sind wie die gute alte (DDR-)Kinderknete: Von Zeit zu Zeit brauchbar um Verbindungen zu bauen, aber ganz schnell landet sie auch überall dort, wo sie kein Mensch braucht (in Sofaritzen und am Kachelofen etwa...)


In diesem Sinne - testet euch und eure Schreibgewohnheiten mal! :-)

Viele Grüße,
Pinselpüppi

Donnerstag, 28. Juli 2016

Vom Plotten und Schreiben und Umplotten und Umschreiben ...

Hallo zusammen!

Ich plotte mal wieder um. Die Figuren haben sich verselbstständigt, meine Grobplanung als nicht realisierbar erwiesen und die Geschichte läuft ein wenig aus dem Ruder.
Das bringt mich auf mein heutiges Thema: Wie komme ich zum ersten Wurf einer Geschichte? Hm, kreativ würde ich sagen. Ich kreise eher so in Iterationen um des Pudels Kern als dass ich ein wirklich strukturiertes Vorgehen hätte.

1) Am Anfang steht aber immer die Idee. Das ist entweder ein lustiger Geselle, den ich in ein Abenteuer schicken will, oder eine abgefahrene Situation, die ich beschreiben möchte.

2) Dann folgt die Recherche. Ich schreibe gerne über Themen, in denen ich einigermaßen sicher bin. Trotzdem gibt es jede Menge Fragen, die ich mir für die Geschichte stelle.

3) Meine Kapitelaufteilung gelangt aus dem Kopf ins Excel. Garnicht so einfach, die Geschichte in Minifetzen zu zerlegen.
Aber eine Planung bringt meist nur Vorteile. Mir zumindest. Ich lösche am Ende immernoch ganze Kapitel wieder raus (es ist zum Heulen!), aber ich schreibe keine 300 Seiten ehe ich einsehen muss, dass ich mich total verirrt habe. Und 300 Seiten sind ein Jahr Schreibzeit bei mir. Mindestens. 

4) Schreiben und dabei das Excelsheet immer wieder anpassen und neu justieren. Und natürlich auch das Dokument. Es ist ein ständiges hin und her mit der Geschichte, manche Details müssen geändert und neue, großartige Ideen engebaut werden. :-)
Und wenn einmal unvorhergesehene Ereignisse passieren, Stress bei der Arbeit, Krankheiten oder eine Schreibblockade ... alles Dinge, die ein regelmäßiges Schreiben stören können und mich aus der Story reißen ... dann sagt mir meine Übersicht, wo ich war und was ich noch zu tun habe.

Nach den Schritten 1-4 steht die Story im Groben. Dann beginnt die Überarbeitungsphase... und die hat mindestens noch einmal so viele Schritte. Aber dazu mehr an einem anderen Tag.

Viele liebe Grüße,
eure Pinselpüppi