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Donnerstag, 28. Juli 2016

Vom Plotten und Schreiben und Umplotten und Umschreiben ...

Hallo zusammen!

Ich plotte mal wieder um. Die Figuren haben sich verselbstständigt, meine Grobplanung als nicht realisierbar erwiesen und die Geschichte läuft ein wenig aus dem Ruder.
Das bringt mich auf mein heutiges Thema: Wie komme ich zum ersten Wurf einer Geschichte? Hm, kreativ würde ich sagen. Ich kreise eher so in Iterationen um des Pudels Kern als dass ich ein wirklich strukturiertes Vorgehen hätte.

1) Am Anfang steht aber immer die Idee. Das ist entweder ein lustiger Geselle, den ich in ein Abenteuer schicken will, oder eine abgefahrene Situation, die ich beschreiben möchte.

2) Dann folgt die Recherche. Ich schreibe gerne über Themen, in denen ich einigermaßen sicher bin. Trotzdem gibt es jede Menge Fragen, die ich mir für die Geschichte stelle.

3) Meine Kapitelaufteilung gelangt aus dem Kopf ins Excel. Garnicht so einfach, die Geschichte in Minifetzen zu zerlegen.
Aber eine Planung bringt meist nur Vorteile. Mir zumindest. Ich lösche am Ende immernoch ganze Kapitel wieder raus (es ist zum Heulen!), aber ich schreibe keine 300 Seiten ehe ich einsehen muss, dass ich mich total verirrt habe. Und 300 Seiten sind ein Jahr Schreibzeit bei mir. Mindestens. 

4) Schreiben und dabei das Excelsheet immer wieder anpassen und neu justieren. Und natürlich auch das Dokument. Es ist ein ständiges hin und her mit der Geschichte, manche Details müssen geändert und neue, großartige Ideen engebaut werden. :-)
Und wenn einmal unvorhergesehene Ereignisse passieren, Stress bei der Arbeit, Krankheiten oder eine Schreibblockade ... alles Dinge, die ein regelmäßiges Schreiben stören können und mich aus der Story reißen ... dann sagt mir meine Übersicht, wo ich war und was ich noch zu tun habe.

Nach den Schritten 1-4 steht die Story im Groben. Dann beginnt die Überarbeitungsphase... und die hat mindestens noch einmal so viele Schritte. Aber dazu mehr an einem anderen Tag.

Viele liebe Grüße,
eure Pinselpüppi

Samstag, 23. Juli 2016

Linksammlung Synonyme

Hallo zusammen!

Die Deutschen stehen ja auf Synonyme. (US-)Amis sind da irgendwie gelassener, sagt mir zumindest mein Grisham, den ich gerade lese. Diese bewundernswerte "wenn das Ding eben ein Baum ist, nenn ich das auch beim siebenten Mal auf der Seite noch tree"-Einstellung könnte ich natürlich einfach übernehmen. Aber mich stört es eben im Lesefluss deutscher Texte und daher suche ich häufig nach Alternativwörtern.
Natürlich gibt es auch dafür im Netz wieder jede Menge kluge Seiten.



Also, hier nun meine Lieblingsseiten unter Verwendung des Beispielwortes "Sündenbock"



 
  • Platz 3: https://www.openthesaurus.de/synonyme 

    Feindbild  · Sündenbock  · Zielscheibe (fig.)  · (ein) Böser (ugs.)  · Buhmann (ugs.)  · Arsch vom Dienst (derb)

    Oberbegriffe: Person · Charakter · Einzelwesen

    Assoziationen:

     · abkanzeln · ausschimpfen · beleidigen
     · (nur) benutzt werden · herhalten müssen (für) · instrumentalisiert werden
     · böser Bube (oft mehr oder weniger scherzhaft) · Strolch
     · Hauptschuldiger · Hauptverantwortlicher · (*der*) Bösewicht (schlechthin) (ugs.)
     · (jemandes) Fußabtreter · (das) geborene Opfer · Mobbingopfer
     · (etwas) auf jemandem abladen · (jemandem) den schwarzen Peter zuschieben
     · (jemandem) die Schuld in die Schuhe schieben

    Der Klassiker unter den Syno-maschinen: Kurz, knackig, voller Ideen. 


  • Platz 2: http://www.wissen.de 

    Sündenbock
    Prügelknabe, schwarzes Schwarz, der Dumme, Schuldiger, Prellbock...

    Prügelknabe
    Prügeljunge, schwarzes/
    räudiges Schaf, schwarzer Peter, der Dumme, Zielscheibe, Schuldiger, Schuldtragender, Sündenbock, Prellbock, Lückenbüßer, Puffer,
    ugs.: Blitzableiter; österr.: Watschenmann
    herhalten
    einstehen für, auf seine Kappe nehmen, ausbaden, die Suppe/
    den Brei auslöffeln, den Kopf/
    Buckel hinhalten, den Sündenbock machen

    einstehen für
    1. bürgen
    2. verantworten, die Verantwortung tragen/übernehmen, geradestehen für, sich verantwortlich zeichnen, sich verantwortlich fühlen, die Folgen tragen, wettmachen, wiedergutmachen,
    ugs.: herhalten müssen, auf seine Kappe nehmen, ausbaden, die Suppe/den Brei auslöffeln, den Kopf/Buckel hinhalten, die Zeche zahlen/bezahlen, den Sündenbock machen
    Schaf
    1. f.: Zibbe, Muttertier; m.: Schafbock, Widder; ugs.: Ramm(el); kastriert: Hammel, Schöps, Kastraun; jung: Lamm
    2. Dummkopf
    3. schwarzes Schaf Prügelknabe, Sündenbock, schwarzer Peter, Prellbock, der Dumme, Schuldiger

    Knochen
    Bein, Gebein, Skelett, Gerippe


    Sehr ausführlich. Und außerdem nett: es werden gleich auch Verben vorgeschlagen, die einem das Umschreiben erleichtern.
    Kritikpunkt: Für meinen Geschmack ist die Seite ein bisschen unübersichtlich.

  • Platz 1: http://synonyme.woxikon.de/synonyme 

    1. Bedeutung: Prügelknabe [n]
    Blitzableiter, Dumme, Prügeljunge, Schuldiger, Schwarzer Peter, Zielscheibe, Sünder, Lückenbüßer, Prellbock, Puffer, räudiges Schaf, Schuldtragender, schwarzes Schaf, Watschenmann, Sündenbock

    2. Bedeutung: Schuldiger [n]
    Armesünder, Bösewicht, Frevler, Galgenvogel, Prügelknabe, Sündenbock, Verbrecher, Sünder


    Der Klassiker unter den Syno-maschinen: Kurz, knackig, voller Ideen. 


Also, ich habe meinen Sündenbock jetzt übrigens komplett rausgeschmissen und schreibe stattdessen von "irgendeinen Dummen, dem er die Schuld geben kann" und an anderer Stelle heißt es "ich lasse nicht zu, dass XYZ aus VWQ den Arsch vom Dienst macht".

Ein schönes Wochenende und viele Grüße,
eure Pinselpüppi

Freitag, 29. April 2016

Schoneburg, die Verträge sind da!

Vor fünf Tagen kam diese Mail:

Liebe Pinselpüppi,

vielen Dank für die Ausführungen.
* spezifische Anmerkungen zu meiner Geschichte *
Anbei schicke ich Ihnen einen Vertragsentwurf. Wenn Sie damit einverstanden sind, schicke ich Ihnen anschließend zwei Exemplare per Post.
Bei Fragen können wir gern auch telefonieren.
Haben Sie bezüglich der zu adressierenden Verlage spezielle Vorstellungen?
Ihnen auch ein schönes Wochenende!

Herzlich,
Patrick Baumgärtel

Übers Wochenende hab ich den Vertrag gelesen, meinen Freund lesen lassen und keine Stolpersteine finden können. Per Mail war alles noch so unverbindlich und heute war er in der Post, der Vertrag mit einer Agentur, den ich unbedingt haben wollte.
Da liegt er nun auf meinem Tisch, ganz unschuldig, in zweifacher Ausführung und strahlend weiß. Surreal. Irgendwie.
Wie fühlt es sich an? Keine Ahnung, ich suche immernoch nach dem Haken.
Aber jetzt unterschreib das Ding erstmal und schick es zurück nach Berlin. Und dann warte ich ab und versuche, Freude zu empfinden. Ich werde schon nicht die obligatorische Waschmaschine gekauft haben, immerhin ist die Agentur rennomiert, erfolgreich und in diversen Uschitrin-und-Co-Listen zu finden.
Also, der erste Teil der Reise ist nun vorbei, wenn alles gut läuft, regelt jetzt "mein Agent" die Details und hält mich auf dem Laufenden. Und das werde ich dann natürlich auch wieder hier dokumentieren! Also, bleibt gerne dabei.

Viele liebe Grüße,
Pinselpüppi



Freitag, 22. April 2016

Rückmeldung Agentur Schoneburg

Juhu! Es geht weiter. Die Agentur Schoneburg, also deren Chef höchstselbst (ich glaub, ich steh drauf, wichtig genommen zu werden), hat sich gemeldet:

Liebe Pinselpüppi,

ich habe Ihren Krimi „XXX“ gern gelesen. Ich fand ihn sehr gut geschrieben, mit plastischen, griffigen Figuren und einer spannend erzählten Geschichte. Ich überlege allerdings, ob die Thematik um XXX heute noch interessant sein könnte. Wie kamen Sie auf das Thema? Hat die Hauptfigur eine reale Grundlage? Wären Sie ev. auch bereit, die konkreten Hinweise auf den Fall abzuschwächen und daraus einen allgemeingültigeren Krimi zu machen, der heute spielt?
Sehen Sie in dem Stoff ev. auch Serienpotenzial?
Haben Sie das Manuskript schon Verlagen angeboten?

Jedenfalls würde ich Ihnen gern die Zusammenarbeit anbieten und – bei Interesse Ihrerseits – einen Vertragsentwurf zukommen lassen.

Herzlich,
Patrick Baumgärtel

Klingt doch klasse, oder? Ich meine, wenn der Stoff dadurch gewinnt, dass ich ihn auf die Gegenwart stricke: OK. Serienpotential habe ich gleich mal abgesägt, das gibt es einfach nicht. Aber sonst. Ich bin gespannt. :-)
Interessant ist die komplette Gegenteileinschätzung zu den Figuren. Hier werden die gelobt als plastisch und toll, die Wortunion (Absage vom 09.03.2016) bescheinigt mir blasse Charaktere. Hmm, das scheint also eher Geschmackssache zu sein.
 
Nun warte ich erstmal ab, was der gute Herr mir als Vertragsentwurf schickt (und ob überhaupt was kommt) und dann jubele ich. Aber cool wäre es schon, wenn ich mein Baby untergebracht hätte. Hachja.





Montag, 11. Januar 2016

Noch ein Autorenblog?

Ende 2015 war es soweit. Nach knapp zwei Jahren Blut, Schweiß und Tränen (naja, fast) setzte ich das Wort „Ende“ unter mein erstes selbstgeschriebenes Buch.
348 Seiten schwer und knapp 500.000 Zeichen groß ist mein Baby geworden. Es ist weder ein Junge noch ein Mädchen - es ist ein Wirtschaftsthriller aus dem Berlin der Millenniumszeit. Damals gab es noch Telefonkarten und -häuschen und die Hauptstadt nahm gerade die letzten Bonner Bundespolitiker auf. Eine spannende Zeit ...
Zwei Testleser haben ihr Okay gegeben und so gehe ich mit dem Manuskript jetzt in die nächste Runde: Wir suchen einen Verlag.
Wer Babys hat, weiß um die Probleme, einen (guten) Kindergarten zu finden. Ähnlich schwer ist es Gerüchten zufolge, einen Literaturagenten für ein Erstlingswerk aufzutreiben.
Diese Suche, neue Buchprojekte und alles, was mir sonst noch bei meiner (Hobby-)Schreiberei in den Sinn kommt, werde ich hier niederpinseln.

Viel Spaß beim Lesen,
Pinselpüppi